Stärke zieht an
slide-4 social-media-1989152_1920

Projektkonsortium um Valeo erhält Förderbescheid des BMVI: 3,9 Millionen Euro für „5GKC“ und das automatisierte Fahren

Paris/Kronach, 29. Januar 2021 – Das Projekt „5GKC“ unter der Federführung des Automobilzulieferers Valeo gehört zu den ersten zehn geförderten 5G-Umsetzungsprojekten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat jetzt die Urkunde über die Fördersumme von 3,9 Millionen Euro per Videokonferenz an die Projektbeteiligten übergeben. Konsortialpartner von Valeo sind das Fraunhofer IIS, die Hochschule Coburg und das Innovations-Zentrum Region Kronach; auch der Landkreis Kronach ist als assoziierter Partner beteiligt.

 

Ziel des Projektes „5GKC“ ist es, in der Region Kronach in Oberfranken ein 5G-basiertes Testfeld im öffentlichen Verkehr für das automatisierte Fahren zu schaffen und eine Erprobung der 5G-Technologie im ländlichen Raum durchzuführen. Mit dem Aufbau zweier Campusnetze soll zudem der im März startende Masterstudiengang „Autonomes Fahren“ der Hochschule Coburg am Lucas-Cranach-Campus Kronach gestärkt werden. Die Hochschule fungiert mit rund 5.500 Studierenden und 120 Professor*innen als wichtiger wissenschaftlicher Partner und Impulsgeber im Projekt. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS bringt seine Expertise in der Entwicklung drahtloser Kommunikationstechnologien insbesondere aus dem Bereich Cellular-V2X ein. Das IZK (Innovations-Zentrum Region Kronach e.V.) ist ein Verein mit etwa 70 Mitgliedsunternehmen aus Oberfranken und unterstützt 5GKC im Rahmen seiner Aktivitäten rund um die Vernetzung der Region und die Stärkung der Innovationskraft. Valeo ist Weltmarktführer für Fahrerassistenzsysteme: Weltweit arbeiten gut 7.000 Entwickler am breitesten Sensor-Portfolio (Ultraschall-, Kamera-, Radar- und LiDAR-Technologien) der Branche für das automatisierte Fahren; rund 90 davon sind am deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Kronach beschäftigt.

 

„Kronach entwickelt sich mehr und mehr zum Zentrum für automatisiertes Fahren und dies strahlt auch in die umgebenden Landkreise in Oberfranken aus. Seit vielen Jahren sind Testfahrzeuge von Valeo auf Erprobungsfahrten in der Region unterwegs – in der Stadt, auf Landstraßen und auf Autobahnen. Zudem führen wir aktuell ausführliche Tests mit automatisierten Shuttle-Kleinbussen in Kronach, Rehau und Hof durch. Mit dem 5GKC-Projekt und einem 5G-Campusnetz für den Lucas-Cranach-Campus können wir gemeinsam mit unseren starken Partnern unsere Vision weiterverfolgen, Oberfranken als Zentrum für automatisiertes Fahren zu etablieren“, erläutert Jörg Schrepfer, Head of Driving Assistance Research DAR Germany und Standortleiter CDA Kronach-Neuses bei Valeo, der die Förderurkunde stellvertretend für alle Projektbeteiligten entgegennahm. 

 

5G ist der neueste Mobilfunkstandard, der auf dem bestehenden Standard „Long Term Evolution“ (LTE) aufbaut. Mit 5G soll das mobile Internet noch schneller werden: Erstmals soll Datenübertragung nahezu in Echtzeit möglich werden. Das unterstützt die Digitalisierung und schafft die Grundlage für neue Technologien, beispielsweise im Bereich des autonomen Fahrens: Das 5G-Netz wird durch die noch schnellere Vernetzung von Verkehrssystemen neue Anwendungsmöglichkeiten in der Weiterentwicklung autonomer Fahrzeuge bieten. So können diese zukünftig nicht nur autonom Entscheidungen treffen, sondern auch untereinander kommunizieren und kooperieren.

 

Das 5G-Innovationsprogramm des BMVI

10 Konsortien um Kommunen und Landkreise haben im Januar 2021 eine Förderung von insgesamt über 38 Millionen Euro für die Entwicklung und Einführung innovativer 5G-Anwendungen erhalten. Sie repräsentieren 87 Partner aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand und sind die ersten Gewinner des vom BMVI 2019 gestarteten 5G-Innovationswettbewerbs, an dem sich insgesamt 138 Kommunen und Regionen beteiligt haben.

Das Innovationsprogramm geht auf die im Koalitionsvertrag beschlossene 5x5G-Strategie zurück und soll die Erprobung von 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen ermöglichen. Auf diese Weise sollen potenzielle Nachfrager und Anbieter von innovativen 5G-Mobilfunklösungen zusammengeführt und die Potenziale des 5G-Mobilfunks vor Ort sichtbar gemacht werden. Mit der Initiative will das BMVI dazu beitragen, Deutschland zum Leitmarkt für 5G zu entwickeln.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.